Intervallfasten – eine einfache Methode, um abzunehmen? Viele schwören darauf, andere zweifeln, ob es wirklich funktioniert. Die Wahrheit ist: Ja, Intervallfasten kann dir beim Abnehmen helfen – aber nur, wenn du es richtig machst.
Deshalb erkläre ich dir hier genau, wie Intervallfasten funktioniert, was die Grundprinzipien sind und wann es dir beim Abnehmen hilft – und wann nicht. Außerdem erfährst du, wie du es am besten in deinen Alltag integrierst, welche Regeln wirklich wichtig sind und welche Vorteile du sonst noch daraus ziehen kannst.

Was ist Intervallfasten eigentlich?
Beim Intervallfasten geht es nicht darum, was du isst, sondern wann du isst. Du wechselst zwischen Essens- und Fastenphasen, wodurch dein Körper Zeit bekommt, sich zu regenerieren und überschüssige Energiereserven zu nutzen. Es gibt viele verschiedene Methoden, die beiden gängigsten sind dabei:
- 16:8-Methode: 16 Stunden Fasten, 8 Stunden essen
- 5:2-Methode: An fünf Tagen normal essen, an zwei Tagen stark kalorienreduziert (ca. 500 kcal / Tag)
Ansonsten gibt es keine Regeln.
Intervallfasten = Abnehmen? Nur, wenn du es richtig machst!
Viele Menschen denken, dass sie durch das Fasten automatisch abnehmen. Aber hier kommt der Haken: Wenn du in deinem Essensfenster mehr Kalorien zu dir nimmst als du verbrauchst, nimmst du nicht ab – du kannst sogar zunehmen.
Außerdem funktioniert Intervallfasten nur dann wirklich gut, wenn du dich nicht dauerhaft im Mangel fühlst. Wenn du die ganze Zeit nur darauf wartest, dass du endlich wieder essen darfst, dann wirst du in deinem Essensfenster vermutlich viel zu viel essen – und oft nicht die richtigen Lebensmittel. Dein Körper fühlt sich ausgehungert und reagiert mit Heißhungerattacken.
Auch wenn dein Hunger so groß wird, dass dir schon schlecht ist, führt das oft dazu, dass du unachtsam und viel zu schnell isst. Das bedeutet, dein Körper kann nicht richtig registrieren, wann er satt ist, und du isst mehr als nötig. Deshalb ist es wichtig, eine Fastenmethode zu wählen, die sich gut für dich anfühlt und in dein Alltag passt.
Intervallfasten kann aber eine super Unterstützung beim Abnehmen sein, weil:
- Du seltener isst - wenn du abnehmen möchtest und dir das Fasten gut tut, wirst du damit sehr wahrscheinlich weniger Kalorien aufnehmen
- Dein Körper Fettreserven besser nutzt, wenn er nicht ständig mit Verdauen beschäftigt ist
- Du bewusster isst und weniger aus Langeweile oder emotionalem Hunger zugreifst.
Wichtig ist, dass du dich wohlfühlst und dein Essverhalten an deine Bedürfnisse anpasst. Es geht nicht darum, sich selbst zu quälen, sondern einen Rhythmus zu finden, der für dich funktioniert.

Die Magie der Autophagie – Mehr als nur Fettverbrennung
Neben dem Abnehmen gibt es noch einen weiteren riesigen Vorteil: Autophagie. Vielleicht hast du den Begriff schon mal gehört. Autophagie ist der körpereigene Recycling-Prozess, bei dem alte und beschädigte Zellbestandteile abgebaut und verwertet werden.
Dieser Prozess beginnt nach etwa 12 - 14 Stunden Fasten und kann folgende Vorteile haben:
- Anti-Aging-Effekte: Deine Zellen erneuern sich schneller.
- Bessere Gesundheit: Schadstoffe werden abgebaut, Entzündungen reduziert.
- Mehr Energie: Dein Körper wird effizienter in der Energiegewinnung.
Das heißt: Fasten ist nicht nur eine Methode zum Abnehmen, sondern auch ein Tool für deine langfristige Gesundheit!
Was ist während des Fastens erlaubt?
Während der Fastenphasen ist alles erlaubt, was keine oder kaum Kalorien enthält. Dazu gehören:
- Wasser (still oder mit Kohlensäure)
- Ungesüßter Tee
- Schwarzer Kaffee
- Elektrolyte ohne Kalorien
Diese Getränke helfen dir nicht nur, dein Fastenfenster leichter durchzuhalten, sondern unterstützen auch den Stoffwechsel und können den Hunger etwas dämpfen. Besonders die Wärme von einem leckeren Tee kann dir ein wohliges zufriedenes Gefühl geben und die Fastenzeit zu einem schönen Erlebnis machen. Wichtig ist, dass du auf alles verzichtest, was Kalorien enthält, denn selbst kleine Mengen Zucker oder Milch können das Fasten unterbrechen.

Kein „Alles oder Nichts“ – Finde dein eigenes Modell
Viele glauben, dass man Intervallfasten jeden Tag perfekt durchziehen muss. Aber das ist Quatsch! Du kannst es so anpassen, wie es in dein Leben passt. Zum Beispiel:
- Unter der Woche fasten, am Wochenende normal essen
- Ein bis zwei Fastentage pro Woche einlegen
- An stressigen Tagen flexibel sein und keine Regeln erzwingen
Du brauchst dich auch an keine allgemeinen Regeln halten. Wenn du die 16:8-Methode ausprobieren möchtest, aber nur 14 Stunden durchhältst, ist das völlig in Ordnung! Dann mach einfach 14:10-Fasten. Du kannst dich auch langsam herantasten und schauen, was dir guttut. Es gibt keine feste Grenze, ab der Intervallfasten „funktioniert“. Der gesundheitliche Vorteil, insbesondere durch die Autophagie, beginnt nach etwa 12-14 Stunden. Wenn du das für dich optimieren möchtest, kannst du dein Fastenfenster nach und nach verlängern und so noch mehr von den positiven Effekten profitieren.
Das Wichtigste ist, dass du dich wohlfühlst und Fasten nicht als Zwang empfindest. Es soll dir helfen, dich besser zu fühlen – nicht Stress verursachen.
Bevor ich das erste Mal schwanger wurde habe ich etwa zwei Jahre lang 16:8 gefastet und es hat super in mein Leben gepasst. Ich habe es außerdem genossen, mehr Zeit zu haben. Dadurch, dass ich eine Mahlzeit weniger vorbereiten, essen und aufräumen musste, hatte ich mindestens eine halbe Stunde oder mehr Zeit zusätzlich zur Verfügung und das habe ich richtig gemerkt.
Durch die Schwangerschaft habe ich mit dem Fasten aufgehört weil ich gemerkt habe, dass ich morgens starken Hunger verspüre und auch etwas essen wollte. Seit unsere Tochter da ist, faste ich nur noch sehr unregelmäßig. Meistens habe ich vormittags Hunger und esse deswegen etwas, auch wenn es tatsächlich deutlich weniger ist als früher. Es passt momentan einfach nicht mehr so gut in mein Leben, wie früher. Ich schließe nicht aus, es zukünftig wieder regelmäßig zu tun aber habe hier auch überhaupt keinen Druck.
Dadurch, dass Wunschgewicht schon lange erreicht habe, verändert sich mein Gewicht durch das Fasten nicht. Ich tue es ausschließlich für mein Wohlbefinden. Und deswegen faste ich nur, wenn es mir wirklich gut tut.

Fazit: Intervallfasten ist mehr als eine Diät
Wenn du mit Intervallfasten abnehmen möchtest, solltest du darauf achten, dass du nicht mehr isst als vorher. Aber noch wichtiger: Sieh das Fasten als Werkzeug, um bewusster zu essen, deinen Körper zu unterstützen und langfristig gesund zu bleiben.
Es gibt keine festen Regeln – finde die Methode, die für dich funktioniert.
Hast du Fasten schon einmal für dich ausprobiert? Schreib mir deine Erfahrungen oder Fragen gerne in die Kommentare!
Ich freue mich von dir zu lesen,
Natascha
