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„Ich bin schon zu alt zum Abnehmen.“
Davon war eine meiner Kundinnen fest überzeugt, als sie zu mir kam. Sie war schon in Rente und hat sehr viel aus Gewohnheit gegessen, oft ohne es überhaupt zu merken. „Ich habe schon viel zu lange falsch gegessen“, hat sie gesagt. „Die Muster sitzen viel zu tief, das klappt jetzt sowieso nicht mehr.“
Wie es bei ihr weiterging, erzähle ich dir gleich.
Vielleicht hast du solche Sätze auch schon gedacht, seit das Abnehmen in den Wechseljahren einfach nicht mehr klappen will. Vielleicht kneift die Jeans vom letzten Sommer, obwohl du gefühlt genauso isst wie immer. Vielleicht läuft bei dir auch schon der Satz mit, den ich so oft höre: „In den Wechseljahren wird das nichts mehr.“
Ich bin klinische Psychologin und keine Ärztin. Was in deinem Körper gerade passiert, besprichst du am besten mit deiner Frauenärztin. Ich schaue mit dir auf den Teil, der im Kopf passiert. Der ist nämlich größer, als die meisten denken.
Das Wichtigste in Kürze
- Ob körperlich etwas los ist, klärst du am besten mit deiner Ärztin. Hier geht es um das, was in deinem Kopf passiert.
- Viele der Frauen, die ich begleite, sind in den Wechseljahren. Es ist nicht zu spät, etwas zu verändern.
- Der Satz „In den Wechseljahren wird das nichts mehr“ verändert, wie du isst, lange bevor die Waage etwas zeigt.
- Wenn Diäten früher funktioniert haben und heute nicht mehr, hast du keine Disziplin verloren.
- Neue Gedanken und Gewohnheiten kannst du in jedem Alter lernen.
Inhalt
Warum klappt das Abnehmen in den Wechseljahren plötzlich nicht mehr?
Die körperliche Seite dieser Frage gehört zu deiner Ärztin. In meinem Coaching sehe ich aber noch etwas anderes: Die Methoden, mit denen es früher geklappt hat, tragen einfach nicht mehr.
Eine Frau hat mir für den Live-Call genau das geschrieben. Früher hat Abnehmen bei ihr funktioniert. Heute schafft sie nicht mal mehr einen Tag ohne Süßigkeiten und sie wollte wissen, warum das nicht mehr geht.
Ein anderer Satz aus derselben Runde war: „Früher konnte ich so was durchhalten. Was ist heute mit mir?“
Im Call habe ich ihr erklärt, dass das Durchhalten früher nicht daran lag, dass sie stärker war. Es hat funktioniert, weil Körper und Psyche damals noch mitgemacht haben.
Jahrelanges Einschränken hat aber einen Preis. Irgendwann hast du gelernt, dass es dir mit Verboten schlecht geht. Genau das willst du nicht mehr.
Und darum geht es mir: Du hast keine Disziplin verloren. Du arbeitest nur noch mit Werkzeugen, die bei dir nicht mehr funktionieren wollen. Das ist kein Zeichen, dass du kaputt bist. Es ist ein Zeichen, dass ein anderer Weg dran ist.
„Mein Stoffwechsel ist kaputt“: Was dieser Satz mit dir macht
Ob mit deinem Stoffwechsel etwas nicht stimmt, kann nur eine Ärztin prüfen. Was ich dir sagen kann: Der Satz selbst wirkt jeden Tag.
Wir finden immer Bestätigung für das, was wir glauben. Selbst Gegenbeweise werden irgendwie umgedeutet. Wer glaubt „Je älter ich werde, desto schlimmer wird es“, sieht jeden Tag neue Belege dafür.
Das kann so aussehen: Nach dem Geburtstag einer Kollegin zeigt die Waage ein halbes Kilo mehr. Sofort ist der Gedanke da: „Siehst du, die Wechseljahre, es bringt eh nichts.“ Mit diesem Gedanken stehst du am Nachmittag an der Keksdose und denkst: Dann ist es jetzt auch egal.
Abends ärgerst du dich über dich selbst und schläfst schlecht. Am nächsten Morgen fühlst du dich noch schwerer und der Satz fühlt sich noch wahrer an. Viele Frauen sagen mir an diesem Punkt: „Ich habe Angst, dass es so bleibt.“
Der Satz „In den Wechseljahren wird das nichts mehr“ verändert also, wie du isst. Das passiert lange bevor sich auf der Waage überhaupt etwas zeigt.

Ist es zu spät zum Abnehmen? Nein, das sehe ich bei meinen Kundinnen
Nein, es ist nicht zu spät. In der Psychologie sagt man beim Lernen neuer Gedanken und Gewohnheiten „use it or lose it“. Wenn du die alten Dinge immer wieder tust, bleibt alles so, wie es ist.
Sobald du deine Gedanken und dein Handeln veränderst, verändert sich auch etwas im Kopf, ganz egal, wie alt du bist.
Viele der Frauen, die ich begleite, sind in den Wechseljahren oder schon danach. Die Kundin vom Anfang, die schon in Rente war, durfte zuerst ihre Überzeugungen verändern. Zum Beispiel, dass sie zu alt ist und dass Abnehmen schwer und anstrengend sein muss.
Danach hat sie mir im Interview gesagt, dass es überraschend leicht war. Sie hatte richtig Freude auf dem Weg und hat dabei nie verzichtet.
Eine andere Kundin war Mitte 50 und Führungskraft, als sie in mein Programm kam. Wenn sie gestresst von der Arbeit nach Hause kam, hat sie viel aus der unteren Schublade im Kühlschrank gegessen. Da lagen bei ihr kein Obst und kein Gemüse, sondern lauter Süßigkeiten. Sie hatte seit Jahren alles Mögliche probiert und es nie geschafft abzunehmen.
Schon ziemlich früh im Programm hat sie zu mir gesagt: „Ich brauche das einfach nicht mehr.“ Die Süßigkeiten sind ihr im Kühlschrank abgelaufen, manche hat sie verschenkt. Heute liebt sie Magerquark mit Obst, den sie vorher gar nicht mochte. Ab und zu will sie trotzdem mal was Süßes, aber wirklich nur ganz selten.
Bei beiden Frauen lag es nicht am Alter und auch nicht an Disziplin. Was dabei im Kopf anders läuft, zeige ich dir in meinem kostenlosen Workshop „Intuitiv essen und WIRKLICH abnehmen!“. Dort erzähle ich dir auch mehr von meiner Kundin, die schon in Rente war. Hier kannst du dir einen Termin aussuchen.
Früher habe ich im Spiegel nur Fehler gesehen. Heute fühle ich mich wohl
Ich bin nicht in den Wechseljahren und ich will nicht so tun, als wüsste ich, wie sich das anfühlt. Aber ich weiß, wie es ist, wenn man im Spiegel nur noch die eine Stelle sieht.
Früher habe ich eine Hüftfalte gesehen, aber nicht mich. Ich habe dicke Backen gesehen, aber nicht meine Augen, die ziemlich traurig in den Spiegel geguckt haben.
Bei anderen Frauen dachte ich oft, die haben so eine schöne Figur. Mein Mann meinte dann nur: „Die hat genau die gleiche Figur wie du. Was willst du eigentlich?“
Kein Mensch sieht dich so kritisch, wie du dich selbst siehst. Fremde sehen dich neutral und wer dich mag, sieht dich liebevoll. Dieser harte Blick auf deinen Bauch ist deshalb nicht „einfach realistisch“. Er ist verzerrt.
Dazu passt eine Frage aus einem unserer Live-Calls. Eine Frau wiegt sich bewusst nicht mehr, scannt aber ständig ihren Körper, ob sich etwas verändert hat.
Die Kontrolle ist dabei nicht weg, sie hat nur das Messgerät gewechselt: Statt der Waage ist es jetzt der Spiegel. Genau dieses ständige Prüfen hält die Anspannung am Laufen. Ich selbst fühle mich heute wohl in meinem Körper und schaue mich im Spiegel viel freundlicher an.
Was du heute anders machen kannst
Schreib dir den Satz auf, der bei dir über dein Alter und das Abnehmen mitläuft. Vielleicht ist es „Ich bin zu alt“ oder „Mein Körper macht nicht mehr mit“.
Dann frag dich ganz ehrlich: Ist dieser Satz zu hundert Prozent wahr? Kennst du vielleicht eine Frau in deinem Alter, bei der es anders aussieht? Meine Kundin in Rente wäre so ein Beweis gewesen, sie wusste es damals nur noch nicht.
Geh danach ruhig noch einen Schritt weiter und spiel das Gegenteil durch. Was wäre, wenn ausgerechnet du jetzt einen leichteren Umgang mit Essen findest als je zuvor? Das darf sich erst mal komisch anfühlen. Danach fällt es dir oft leichter, einen mutigeren Satz über dich zu glauben.
Dazu gibt es übrigens auch ein Video von mir: Ü50 Abnehmen: Warum dein Körper jetzt anders reagiert
Häufige Fragen
Warum nehme ich in den Wechseljahren nicht ab?
Ob körperliche Gründe dahinterstecken, klärst du am besten mit deiner Frauenärztin. Aus psychologischer Sicht sehe ich oft zwei Dinge. Die alten Diät-Methoden tragen nicht mehr und der Satz „Es bringt eh nichts“ verändert, wie du isst.
Kann man mit 50 noch abnehmen?
Ja. In meinem Coaching begleite ich Frauen in ihren Fünfzigern und auch Frauen, die schon in Rente sind. Neue Gedanken und Gewohnheiten kannst du in jedem Alter lernen.
Was hilft gegen den Bauch in den Wechseljahren?
Die körperliche Seite besprichst du am besten mit deiner Ärztin, das ist nicht mein Fachgebiet. Psychologisch hilft es oft, den Bauch nicht mehr jeden Tag im Spiegel zu kontrollieren. Das ständige Prüfen macht Druck und Druck führt viele Frauen wieder zum Essen.
Ist eine Diät in den Wechseljahren sinnvoll?
Diäten schaden langfristig, egal in welchem Alter. Verzicht erzeugt im Kopf einen Mangel, der irgendwann als Heißhunger zurückkommt. Warum das Gewicht danach so oft wieder da ist, erkläre ich dir in meinem Artikel zum Jojo-Effekt.
Ist mein Stoffwechsel in den Wechseljahren kaputt?
Das kann nur eine Ärztin wirklich beurteilen. Den Satz „Mein Stoffwechsel ist kaputt“ höre ich aber auch von Frauen, bei denen ganz andere Dinge im Weg stehen. Oft steckt dahinter das Gefühl, dass es bei dir einfach nicht geht, nach vielen Jahren mit Diäten.
Mein Fazit
Meine Kundin in Rente hätte nie gedacht, dass es für sie überhaupt noch etwas zu verändern gibt. Heute ist sie für mich der beste Beweis, dass es keine Altersgrenze gibt, um etwas Neues zu lernen.
Welcher Satz über dein Alter läuft bei dir gerade mit?
Kostenloser Online-Workshop „Intuitiv essen und WIRKLICH abnehmen!“
Es geht darum, warum intuitives Essen allein selten schlank macht und welches Stück dabei fehlt. Das gilt mit 30 genauso wie mit 55. Du lernst, was bei intuitiv schlanken Menschen anders läuft, so dass du nicht mehr gegen deinen Körper arbeiten musst. Den Termin suchst du dir selbst aus.
