Erfahrungen & Bewertungen zu Natascha Renk

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Eine Zeit lang habe ich jeden Morgen auf dem Spieleteppich gefrühstückt.

Irgendwo zwischen Holzgemüse und Duplosteinen habe ich mein Frühstück gemampft. Mein Sohn ist robbend durch die Spielsachen gefegt, während meine Tochter Türme und Züge gebaut hat. Ruhig sitzen, tief atmen und jeden Bissen spüren war da einfach nicht drin.

Manchmal musste ich lachen, wenn ich daran gedacht habe, wie achtsames Essen überall beschrieben wird. Für alle, die Kinder haben, klingt das oft wie ein schlechter Scherz.

Vielleicht hast du auch schon ein paar Übungen ausprobiert, um achtsam essen zu lernen. Und dann kam der Alltag und hat sie dir wieder aus der Hand genommen. Ich kann dich beruhigen: Du brauchst kein perfektes achtsames Essen, um entspannt mit Essen umzugehen und abzunehmen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Achtsam essen heißt mitzubekommen, was du isst und wie es dir damit geht. Ein stilles Ritual brauchst du dafür nicht.
  • Niemand isst jeden Bissen achtsam, schon gar nicht mit Kindern am Tisch oder in der Mittagspause zwischen zwei Terminen.
  • Statt eines Vorsatzes helfen kleine Anker, zum Beispiel ein tiefer Atemzug beim ersten Bissen.
  • Achtsam essen bedeutet auch, achtsam mit dir zu sein: zu merken, was dir wirklich schmeckt und was du gerade brauchst.
  • Wenn es sich am Anfang anstrengend anfühlt, ist das normal, weil es neu ist.

Was achtsam essen wirklich heißt

Achtsam essen heißt, dass du mitbekommst, was du isst und wie es dir damit geht. Mehr ist es eigentlich nicht.

Beim unachtsamen Essen hat dein Bauch irgendwann genug. Dein Kopf war in der Zeit aber ganz woanders, zum Beispiel schon beim nächsten Termin oder bei der Einkaufsliste. Er hat das Essen gar nicht richtig mitbekommen und meldet deshalb noch keinen Feierabend.

Achtsam bist du dabei auch mit dir selbst. Unsere Tochter macht das übrigens ganz von allein. Wenn sie gestresst ist, geht sie in den herabschauenden Hund und hält ihn eine Weile. Sie spürt, was sie gerade braucht. Dann tut sie es einfach.

Genau darum geht es beim achtsamen Essen auch. Du lernst wieder zu spüren, ob du gerade Hunger hast, ob dir etwas schmeckt und ob du eigentlich etwas ganz anderes brauchst als Essen.

Achtsam essen im Alltag mit Kindern: Es muss nicht still sein

Achtsam essen muss nicht leise, langsam und perfekt sein. Niemand isst jeden Tag jeden Bissen achtsam und mit Kindern am Tisch schon gar nicht.

Intuitiv schlanke Menschen essen manchmal hastig, manchmal nebenbei und manchmal stehend am Herd. Bei mir ist das genauso: Ich esse ab und zu nebenbei und esse deswegen trotzdem nicht mehr. Was sie haben, ist keine Technik, sondern eine Verbindung zu sich selbst, die auch im Chaos hält.

Wenn achtsames Essen nur in einer stillen Wohnung funktionieren würde, wäre es für die meisten Mütter nach zwei Tagen vorbei. Dasselbe gilt für die Mittagspause im Büro, wenn die Kollegin neben dir von ihrem Wochenende erzählt. Du darfst dich beim Essen unterhalten, lachen und deinem Kind die Gabel aufheben. Wie du im Familienalltag besser für dich sorgen kannst, findest du in meinem Artikel über Stressessen als Mutter.

Eine Übung, die in deinen echten Alltag passt

Die beste Übung für achtsames Essen ist ein kleiner Anker statt eines großen Vorsatzes. Aufmerksamkeit entsteht durch einen Auslöser im Moment. Ein guter Vorsatz von heute Morgen ist mittags meistens längst vergessen.

So kann so ein Anker aussehen: Beim ersten Bissen atmest du einmal tief durch. Wenn dein Teller halb leer ist, schaust du kurz, wie es dir gerade geht. Das war’s schon. Das klappt am Frühstückstisch genauso wie beim Mittagessen in der Kantine oder beim Abendbrot mit der Familie.

Wenn du Lust hast, kannst du dir zusätzlich ab und zu etwas kaufen, das du noch nie gegessen hast. Neues isst du nämlich ganz automatisch achtsamer.

Ich habe vor einiger Zeit zum ersten Mal eine Sternfrucht gegessen und wusste überhaupt nicht, wie ich die einordnen soll. Sie war saftig und wässrig, aber irgendwie hat sie nach Creme geschmeckt. Ich habe sie richtig achtsam gegessen, ohne mir das vorzunehmen.

Achtsam essen im echten Alltag

Was ich durch achtsames Essen über mich gelernt habe

Durch achtsames Essen habe ich gemerkt, wie oft ich früher Dinge gegessen habe, die mir gar nicht geschmeckt haben. Ich habe sie nur gegessen, weil sie gesund waren.

Früher habe ich mir zum Beispiel immer Weizenkleie über mein Müsli gestreut. Das war staubtrocken und richtig unangenehm zu essen. Ich habe mir eingeredet, dass es mir total gut schmeckt, damit ich es auch esse. Ehrlich gesagt war das nicht so der Burner.

Das ist eine Falle, in die viele tappen. Wer etwas isst, das zwar gesund ist, aber nicht schmeckt, ist hinterher satt, aber nicht zufrieden. Dann wandert der Blick später doch noch zur Schokolade im Schrank.

Heute frage ich mich beim Essen eher, ob es mir schmeckt und ob es mir guttut. Beides gehört zusammen. Viele meiner Kundinnen erzählen mir, dass sie beim achtsamen Essen plötzlich merken, dass ihnen etwas gar nicht so gut schmeckt wie gedacht. Andere entdecken Geschmäcker, die sie noch gar nicht kannten.

Wie du achtsam und intuitiv isst, ohne daraus eine neue Aufgabe zu machen, steht in meinem kostenlosen Guide „Intuitiv schlank“. Darin zeige ich dir in sieben Meilensteinen, wie das in deinem echten Alltag klappt. Dazu bekommst du ein Erklärvideo, in dem ich jeden Meilenstein mit dir durchgehe.

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„Das war anstrengend“: Wenn achtsam essen sich komisch anfühlt

Am Anfang darf achtsames Essen anstrengend sein, weil es neu ist. Es sollte sich aber nie falsch oder schlecht anfühlen.

In unserer Skool-Community hat eine Teilnehmerin vor Kurzem von ihrem ersten achtsamen Abend erzählt. Es war anstrengend, aber es hat geklappt. Genau das darf so sein, denn auch das Hinsetzen beim Mittagessen fühlt sich für viele erst ungewohnt an.

Manchmal fühlt es sich auch komisch an, ohne dass man genau sagen kann, warum. Dann kann es sein, dass gerade ein Gefühl hochkommt, das sonst das Essen weggedrückt hat. Das ist kein Zeichen, dass du etwas falsch machst. Ganz im Gegenteil, das ist eine Chance, mal genauer hinzuschauen.

Bei meinen Kundinnen sehe ich, wie viel sich dadurch verändert. Eine hat mir in ihrer Abschlussumfrage nur einen Satz dazu geschrieben: „Ich bin achtsamer mit Essen und mit mir.“

Häufige Fragen

Wie lerne ich, achtsam zu essen?

Am leichtesten mit einem kleinen Anker statt mit einem großen Vorsatz. Atme beim ersten Bissen einmal tief durch und schau beim halb leeren Teller kurz, wie es dir geht. Mehr braucht es am Anfang nicht.

Was ist eine gute Übung für achtsames Essen?

Probier etwas, das du noch nie gegessen hast. Bei neuem Essen bist du ganz von selbst aufmerksam, weil du wissen willst, wie es schmeckt. So lernst du achtsames Essen kennen, ohne dich anzustrengen.

Wie esse ich achtsam im Alltag mit Kindern?

Indem du dich vom Bild der stillen Mahlzeit verabschiedest. Achtsam heißt nicht ruhig, sondern bei dir. Auch zwischen Duplosteinen kannst du merken, ob dir dein Frühstück schmeckt und wann du genug hast.

Darf ich beim Essen aufs Handy schauen oder fernsehen?

Verboten ist es nicht. Gerade am Anfang hilft es dir aber, wenn du dich hinsetzt und die ersten Bissen ohne Ablenkung isst. Später darfst du auch mal nebenbei essen, ohne dass es ein Problem wird.

Nimmt man durch achtsames Essen ab?

Achtsames Essen allein ist kein Abnehmprogramm. Es hilft dir aber, deinen Körper wieder zu spüren und zu merken, wann du genug hast. Darauf kann sich dein Gewicht mit der Zeit einpendeln.

Mein Fazit

Ich habe mein Frühstück eine ganze Weile zwischen Holzgemüse und robbendem Sohn gegessen und bin trotzdem intuitiv schlank geblieben. Achtsam essen ist für mich keine Übung, die ich perfekt machen muss. Es ist die Verbindung zu mir, die auch hält, wenn es laut ist.

Wo isst du gerade am häufigsten, ohne es richtig mitzubekommen?

Kostenloser Guide für intuitives Essen „Intuitiv schlank“

Im Guide findest du sieben Meilensteine für intuitives Essen, mit dem du wirklich abnehmen kannst. Dazu erkläre ich dir alles in einem Video. So kannst du achtsam essen, ohne dass dein Alltag dafür still sein muss.

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