Erfahrungen & Bewertungen zu Natascha Renk

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Früher saß ich mit meinem Salat neben meinem Mann und habe ihm beim Pizzaessen zugeguckt.

Pizza stand bei mir damals auf der Liste der verbotenen Sachen. Also habe ich an meinen Salatblättern geknabbert und war komplett unzufrieden. Irgendwann habe ich ihm doch ein Stück stibitzt, dann noch eins und noch eins.

Weil ich danach so frustriert war, kamen noch Schokolade und ein Stück Kuchen hinterher. Am Ende hatte ich mehr Kalorien gegessen, als wenn ich mir gleich selbst eine Pizza bestellt hätte. Zum Abendessen gab es danach nur noch eine kleine Suppe. Später auf der Couch kam der Heißhunger und ich habe mir vorgenommen, am nächsten Morgen das Frühstück wegzulassen.

Kennst du diese Rechnerei auch? Du willst raus aus der App und hast gleichzeitig Angst, ohne sie zuzunehmen. Ich bin klinische Psychologin und habe selbst zehn Jahre Diät hinter mir. Deshalb sage ich dir gleich: Aufhören geht, auch wenn du dich gerade noch nicht so richtig traust.

Das Wichtigste in Kürze

  • Kalorien zählen fühlt sich nach Sicherheit an, bringt dich aber meistens wieder genau in den Kontrollverlust, vor dem es dich schützen soll.
  • Die Rechnung geht im Alltag nicht auf, weil dein Hunger jeden Tag anders ist, je nach Schlaf, Stress, Zyklus oder Wetter.
  • Die Angst zuzunehmen ist am Anfang ganz normal und heißt nicht, dass du es ohne App nicht kannst.
  • Pass auf, dass du die App nicht nur gegen ein anderes Messgerät austauschst, zum Beispiel den Spiegel oder eine strenge Hunger-Skala.
  • Eine hilfreiche Frage ist: Will ich diese Methode an meinem Ziel noch haben?

„Kalorien zählen ist mein Sicherheitsnetz“: Warum Aufhören so schwerfällt

Aufhören fällt so schwer, weil die App dir Kontrolle verspricht. Solange du die Zahl kennst, fühlt sich alles ein bisschen sicherer an. Diesen Satz mit dem Sicherheitsnetz höre ich von Frauen immer wieder.

Das Gemeine ist nur, dass diese Sicherheit nie lange hält. Die Kalorien-App funktioniert, solange du sie eisern durchziehst. Spätestens am Geburtstag der Kollegin oder beim Grillabend mit Freunden reißt das Netz und dann kippt es oft komplett.

Im letzten Live-Call in meinem Coaching hat eine Teilnehmerin genau das erzählt. Sie ist seit Anfang des Jahres dabei, mal läuft es gut und dann fällt sie wieder in alte Gewohnheiten. An ihrem Körper hat sich gefühlt nichts verändert und sie war kurz davor, wieder mit dem Zählen anzufangen.

Meine Antwort im Call war: Du weißt selbst, warum du damit aufgehört hast. Es hat immer nur kurz funktioniert und am Ende stand wieder der Kontrollverlust. Kontrolle fühlt sich vertraut an, aber sie ist keine Sicherheit. Sie hält nur den Kreislauf am Laufen.

Warum die Kalorienrechnung im Alltag nie aufgeht

Die Rechnung geht nicht auf, weil dein Hunger keine feste Zahl ist. Er schwankt mit deinem Schlaf, deinem Stress, deinem Zyklus und manchmal sogar mit dem Wetter.

Wer nach Zahlen isst, isst deshalb oft genau verkehrt herum. An einem Tag ohne Hunger isst du am Nachmittag noch etwas, weil ja noch Kalorien übrig sind. Am nächsten Tag hast du richtig Hunger und hörst trotzdem auf, weil das Konto leer ist.

Dazu kommt, dass du ausgehungert ganz anders isst. Wenn du weißt, dass bis zum Abend nichts mehr kommt, isst du mittags schneller und merkst viel zu spät, dass du satt bist.

Bei der Pizza damals kam noch etwas dazu. Mein Salat hat mich satt gemacht, aber nicht zufrieden. Also habe ich weitergegessen, mich geärgert und danach versucht, es mit Suppe und einem ausgelassenen Frühstück wieder auszugleichen. Am nächsten Mittag hatte ich umso mehr Heißhunger und das Spiel ging von vorne los.

Nicht du hast versagt, sondern die Methode passt nicht zu einem echten Menschen mit echten Tagen.

Warum die Kalorienrechnung nicht aufgeht

„Und wenn ich ohne App zunehme?“ Die Angst ist normal

Ja, diese Angst ist am Anfang völlig normal. Sie zeigt dir nur, wie lange du deinem Körper nicht mehr vertraut hast.

Wenn du nach Jahren mit Zahlen plötzlich nichts mehr einträgst, kann es sich erstmal anfühlen, als würdest du ohne Geländer eine Treppe runterlaufen. Viele haben in den ersten Wochen mehr Lust auf das, was früher verboten war. Das liegt an den alten Verboten und nicht daran, dass du ohne App komplett eskalierst. Mit der Zeit legt es sich.

Eine Kundin aus meinem Coaching hat in meiner Abschlussumfrage beschrieben, was für sie die größte Erkenntnis war: „Ich muss nicht kalorienarm essen, um abzunehmen. Schokolade kann man auch zu einer Mahlzeit essen und es ist ein Lebensmittel wie jedes andere.“ Genau da fängt es an.

Pass dabei nur auf eine Falle auf. Viele hören mit der App auf und fangen dafür an, jeden Morgen im Spiegel nach Veränderungen zu suchen. Oder sie prüfen vor jedem Bissen streng, ob sie jetzt bei 3 oder bei 5 auf der Hunger-Skala sind. Dann hat die Kontrolle nur das Messgerät gewechselt. Warum intuitives Essen so nicht funktioniert, erkläre ich dir in meinem Artikel Kann man durch intuitives Essen abnehmen?

Wie ich heute esse, ganz ohne Zahlen

Heute tracke ich gar nichts mehr und mein Gewicht ist trotzdem kein Thema. Es gibt Tage, da habe ich so viel Hunger, dass ich gefühlt nur am Essen bin. An anderen Tagen brauche ich fast nichts.

Früher hätte mich so ein hungriger Tag in Panik versetzt. Ich hätte nachgerechnet, wie viel zu viel es war. Für den nächsten Tag hätte ich mir dann Verzicht verordnet. Vor lauter Verzicht hätte ich dann wieder Heißhunger bekommen und mich noch schlechter gefühlt.

Heute weiß ich, dass sich das von allein ausgleicht. Nach einem Tag mit viel Hunger kommt oft einer, an dem ich kaum etwas brauche, ohne dass ich irgendetwas dafür tun muss. Auch mit Freunden essen gehen ist wieder schön. Ich habe keine Angst mehr, dass auf der Karte nur Gerichte mit zu vielen Kalorien stehen.

Viele Frauen in meinem Programm sind am Anfang ganz erstaunt, wie wenig sie eigentlich brauchen. Das merken sie, sobald sie wirklich auf ihren Hunger hören. Eine Kundin hat es in der Abschlussumfrage so zusammengefasst, dass man sein Wohlfühl-Ich auch erreichen kann, ohne zu verzichten und Kalorien zu zählen.

Wie du vom Zählen zurück zu deinem Körper kommst, habe ich dir in meinem kostenlosen Guide „Intuitiv schlank“ aufgeschrieben. Darin findest du sieben Meilensteine und ein Erklärvideo, in dem ich dir jeden davon erkläre. Es geht auch um die Angststimme, die an hungrigen Tagen „Das ist viel zu viel“ ruft. Neue Regeln brauchst du dafür nicht.

Hol dir hier den Guide

Was du ab heute anders machen kannst

Stell dir eine einzige Frage: Will ich diese Methode an meinem Ziel noch haben? Wenn du dir dein Leben in drei Jahren vorstellst, tippst du dann immer noch jedes Butterbrot ins Handy?

Wahrscheinlich nicht. Und genau da liegt der Haken. Eine Methode, die du am Ziel nicht mehr willst, musst du irgendwann wieder ablegen. Was dann passiert, weißt du nicht und plötzlich stehst du wieder am Anfang.

Du musst die App dafür nicht heute löschen. Wenn das zu viel Angst macht, darf sie erstmal noch auf dem Handy bleiben. Wichtiger ist, was in deinem Kopf passiert, auch wenn du schon nichts mehr einträgst.

Bei vielen rechnet der Kopf nämlich einfach weiter. „Wie viele Kalorien waren das wohl?“ kommt dann beim Mittagessen in der Kantine genauso wie beim Stück Kuchen am Nachmittag. Ein Tipp aus einem meiner Live-Calls: Bekämpf diese Gedanken nicht, sondern zähl sie eine Woche lang. Das klingt banal, aber meistens werden sie dadurch schon weniger, weil der Druck rausgeht.

Und wenn es mal nicht klappt, frag dich lieber „Spannend, woran lag’s?“ als „Ohne App schaffe ich es eh nicht“.

Wie es sich anfühlt, wenn Essen kein ständiger Kampf im Kopf mehr ist, erzählt meine Kundin Anja in diesem Interview: Vom Kampf ums Essen zur Leichtigkeit – so hat Anja es geschafft

Häufige Fragen

Wie höre ich auf, Kalorien zu zählen?

Am leichtesten mit kleinen Schritten statt mit einem harten Schnitt. Du kannst die App erstmal behalten und nur aufhören, nach jeder Mahlzeit nachzurechnen. Hilfreich ist die Frage, ob du diese Methode an deinem Ziel noch haben willst.

Nimmt man zu, wenn man aufhört, Kalorien zu zählen?

Das kann am Anfang passieren, muss aber nicht. Viele haben in den ersten Wochen mehr Lust auf das, was früher verboten war. Das legt sich, wenn die Verbote im Kopf leiser werden. Wer wieder auf seinen Hunger hört, merkt oft, wie wenig er eigentlich braucht.

Kann man ohne Kalorien zählen abnehmen?

Ja, das geht, wenn du an dem ansetzt, warum du ohne Hunger isst. Essen bei Hunger ist nie das Problem. Schwierig wird es beim Essen aus Frust, Müdigkeit oder Langeweile. Daran ändert keine App etwas.

Kann ich Kalorien zählen mit intuitivem Essen verbinden?

Das funktioniert leider nicht gut. Die Zahl lenkt deinen Blick immer wieder nach außen, obwohl du gerade lernen willst, nach innen zu hören. Du würdest an hungrigen Tagen zu wenig essen und an satten Tagen zu viel, nur weil es die Rechnung so sagt.

Warum denke ich trotzdem ständig an Kalorien?

Weil die Zahlen jahrelang in deinem Kopf mitgelaufen sind und nicht von heute auf morgen verschwinden. Die Gedanken gehören zum Übergang dazu. Nimm sie einfach wahr, ohne mit ihnen zu kämpfen. Mit der Zeit werden sie seltener.

Mein Fazit

Ich habe jahrelang gerechnet und am Ende trotzdem die Pizza gegessen, nur mit viel mehr Frust drumherum. Heute gibt es bei mir keine verbotenen Sachen mehr und nach dem Essen denke ich nicht mehr drüber nach. Die Zahlen haben mir nie Sicherheit gegeben, das Vertrauen in meinen Körper schon.

Wie ist das bei dir: Welche Zahl hast du immer noch im Kopf, auch wenn du sie gar nicht mehr einträgst?

Kostenloser Guide für intuitives Essen „Intuitiv schlank“

Mit sieben Meilensteinen und einem Erklärvideo lernst du, wie du intuitiv isst und dabei abnimmst. So kannst du die Kalorien-App loslassen, ohne dass du dir dafür neue Regeln suchen musst.

Hier geht’s zum kostenlosen Guide

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