Erfahrungen & Bewertungen zu Natascha Renk

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Eine Freundin hat mal vor einer langen Autofahrt diesen Satz gesagt: „Man will ja auf so einer langen Fahrt nicht so viel im Bauch haben.“

Vor der Abfahrt wollte sie deshalb nur etwas Kleines essen. Ich habe dem Satz erst gar keine Beachtung geschenkt. Später habe ich mich dann gefragt: Warum will „man“ das eigentlich nicht?

Beim Teller-leer-Essen ist es oft ganz ähnlich. Da isst ein Satz mit, den du gar nicht selbst ausgesucht hast. In der Kantine bist du nach der Hälfte satt und isst trotzdem weiter, bis die Gabel über den leeren Teller kratzt. Zu Hause kratzt du noch die letzten Nudeln aus dem Topf, damit bloß nichts übrig bleibt.

Das hat mit Disziplin gar nichts zu tun, das kann ich dir als klinische Psychologin sagen. Es hat mit dem zu tun, was du über Essen gelernt hast.

Das Wichtigste in Kürze

  • Wer seinen Teller leer isst, obwohl er satt ist, isst meistens nicht aus Hunger, sondern weil ein alter Satz im Kopf mitisst.
  • Sätze wie „Iss deinen Teller leer“ hast du als Kind einfach geglaubt, weil du sie noch gar nicht hinterfragen konntest.
  • Oft steckt auch die Angst dahinter, später Hunger zu haben, oder das schlechte Gewissen beim Wegwerfen.
  • Du musst dir das Aufessen nicht verbieten. Es hilft viel mehr, neue Erfahrungen zu sammeln, dass ein Rest auf dem Teller okay ist.

Warum esse ich meinen Teller leer, obwohl ich satt bin?

Meistens, weil dein Kopf auf den Teller schaut und nicht auf deinen Bauch. Der Teller sagt dir, wann das Essen vorbei ist. Dein Sättigungsgefühl kommt dabei gar nicht mehr richtig zu Wort.

Das ist auch emotionales Essen, selbst wenn es sich gar nicht so anfühlt. Emotionales Essen ist nicht nur der große Heißhunger auf Schokolade. Es ist jedes Essen ohne körperlichen Hunger. Dazu gehört das Essen aus Gewohnheit genauso wie das Essen, weil der Teller eben leer werden muss.

Viele Frauen merken es erst hinterher. „Ich merke erst hinterher, dass ich viel zu viel gegessen habe“, hat mir eine Teilnehmerin für den Live-Call geschrieben. Andere beschreiben es noch drastischer: „Ich esse, bis es weh tut.“ Und dann sitzt du da mit diesem schweren Bauch und fragst dich, warum du nicht einfach aufgehört hast.

Dahinter stecken meistens drei Dinge: ein Satz von früher, die Angst vor Hunger und das schlechte Gewissen beim Wegwerfen.

„Iss deinen Teller leer“: die Psychologie hinter dem Satz

Der Satz „Iss deinen Teller leer“ ist ein Glaubenssatz. Du hast ihn als Kind so oft gehört, dass er sich heute anfühlt wie eine Tatsache. Dabei ist er nur ein Gedanke, den jemand anderes dir mitgegeben hat.

Bei vielen Frauen klingt er ein bisschen anders, zum Beispiel „Iss auf, sonst gibt es morgen schlechtes Wetter“ oder „Mit Essen spielt man nicht“.

Als Kinder saugen wir alles auf wie ein Schwamm. Wir haben gar nicht die Möglichkeit zu prüfen, ob ein Satz stimmt. Wir glauben ihn einfach.

Das Gemeine an Glaubenssätzen ist, dass dein Gehirn ständig Beweise für sie sammelt. Du isst auf und denkst: „Ja, das gehört sich so.“ Du lässt etwas liegen und spürst sofort dieses unangenehme Ziehen. Schon fühlt sich der alte Satz noch wahrer an.

Ich sage in meinem Programm immer: Du bist nicht deine Gedanken. Der Satz, der dich am Tisch weiteressen lässt, kommt aus einer anderen Zeit. Er sagt nichts darüber, was dein Körper heute braucht.

Warum der Teller leer werden muss

„Das kann ich doch nicht wegwerfen“

Das schlechte Gewissen beim Wegwerfen ist einer der häufigsten Gründe, warum Frauen über ihren Hunger hinaus essen. Das verstehe ich total. Ich will auch keine Lebensmittel verschwenden.

Ich gebe den Frauen in meinem Kurs dazu einen Gedanken mit, der viele erst mal kurz schlucken lässt. Ob du das Essen in den Mülleimer wirfst oder in dich hinein, macht für das Essen keinen Unterschied. Verschwendet ist es in beiden Fällen, weil du es gerade nicht brauchst. Der einzige Unterschied ist, dass du dich im zweiten Fall auch noch damit belastest.

Es fühlt sich in dem Moment nur besser fürs Gewissen an. Meistens gibt es ja noch ganz andere Möglichkeiten als den Müll. Du kannst den Rest am nächsten Tag essen, ihn einfrieren oder abends mit einer Suppe aufwärmen. Kein Essen wird besser, wenn du es pappsatt noch reinschaufelst.

Früher hatte ich Angst, nicht satt zu werden. Heute bleibe ich gelassen

Ich kenne das sehr gut, dass man lieber zu viel kocht, weil man Angst hat, nicht satt zu werden. Ist es dann zu viel, will man nichts wegwerfen. Also isst man mehr, als man eigentlich braucht, damit nichts übrig bleibt.

Bei mir wurde das mal an einer ganz anderen Stelle sichtbar. Ich gehe super gerne mit meinem Mann asiatisch essen und irgendwann wurden die Portionen dort immer kleiner. Dazu drücke ich den Reis meistens ab, weil ich lieber das Gemüse will. Ziemlich oft bin ich deshalb nicht mehr richtig satt geworden.

Am Anfang fand ich das total dramatisch. Irgendwann habe ich gemerkt, dass es gar nicht so schlimm ist. Dann bekomme ich eben später noch mal Hunger und esse noch was. Heute macht mir ein bisschen Hunger keine Angst mehr.

Mein Mann war mir da immer schon weit voraus. Wenn er Spätschicht hat, gebe ich ihm normalerweise ein Vesper fürs Abendessen mit.

Hat er mittags zu Hause richtig satt gegessen, sagt er oft, er braucht nichts. Ich frage dann: „Aber wenn du Hunger hast?“ Dann isst er eben, wenn er heimkommt. Das ist ihm völlig egal.

Worauf ich hinauswill: Wer keine Angst vor Hunger hat, muss auch nicht vorsorglich alles aufessen. Mein Mann hat nie gelernt, dass ein bisschen Hunger gefährlich ist. Viele von uns haben genau das gelernt, ohne es zu merken.

Auf die Sättigung zu hören klingt so leicht. Trotzdem klappt es bei den meisten Frauen nicht, auch wenn sie es noch so sehr wollen. Warum das so ist und was Menschen wie mein Mann anders machen, zeige ich dir in meinem kostenlosen Workshop „Intuitiv essen und WIRKLICH abnehmen!“. Hier findest du die Termine.

Was du beim nächsten vollen Teller anders machen kannst

Wenn du beim nächsten Essen merkst, dass du langsam satt wirst, frag dich nur: Esse ich gerade für meinen Bauch oder für den Teller?

Du musst danach nichts Bestimmtes tun. Manchmal isst du trotzdem auf und das ist okay. Allein die Frage holt dich aus dem Autopiloten, weil du in dem Moment wieder bei dir bist und nicht beim Porzellan.

In einem unserer Live-Calls ging es um die zweite Portion, die man sich holt, obwohl man satt ist. Ich habe die Frauen gefragt, was sie eigentlich verlängern wollen. Der Geschmack ist es nämlich meistens nicht, den kennst du nach ein paar Bissen.

Oft willst du den Moment verlängern: das Sitzen, die Ruhe nach dem Kochen, die kleine Pause mitten im Tag. Dafür brauchst du keinen vollen Teller. Du kannst auch einfach sitzen bleiben, wenn der Teller leer ist. Oder du machst dir noch einen Tee.

Wenn dir das Liegenlassen richtig schwerfällt, gibt es in meinem Programm eine kleine Challenge dazu. Du lässt eine Woche lang ganz bewusst einen winzigen Rest liegen, zum Beispiel eine einzige Erbse.

Es geht nicht darum, Essen wegzuwerfen. Du sammelst damit Beweise, dass nichts Schlimmes passiert, wenn noch etwas auf dem Teller liegt. Je öfter du das erlebst, desto leiser wird der alte Satz.

Eine Kundin hat mir in der Umfrage nach ihrem Coaching geschrieben: „Sehr oft schaffe ich es, nach 4 Gummibären aufzuhören. Ich kann Nein sagen, wenn nur noch ein kleiner Rest übrig ist.“ Sie schreibt „sehr oft“ und nicht „immer“. Genau so sieht Veränderung aus.

Häufige Fragen

Warum muss ich immer meinen Teller leer essen?

Meistens wegen eines Glaubenssatzes aus der Kindheit, zum Beispiel „Iss deinen Teller leer“. Dazu kommt oft die Angst, später Hunger zu haben, oder das schlechte Gewissen beim Wegwerfen. Mit Hunger hat es in diesem Moment wenig zu tun.

Ist es schlimm, den Teller nicht leer zu essen?

Nein, ganz im Gegenteil. Wenn du satt bist, braucht dein Körper das Essen gerade nicht. Den Rest kannst du später essen, einfrieren oder am nächsten Tag aufwärmen.

Sollten Kinder ihren Teller leer essen?

Nein, ein Kind muss seinen Teller nicht leer essen. Kinder spüren meistens noch sehr genau, wann sie satt sind. Wer sie zum Aufessen drängt, bringt ihnen bei, mehr auf den Teller zu achten als auf den eigenen Bauch.

Wie lerne ich, Reste auf dem Teller zu lassen?

Fang klein an, zum Beispiel mit einer einzigen Erbse oder einem Krümel. So erlebst du immer wieder, dass ein Rest auf dem Teller völlig okay ist. Diese Erfahrungen verändern den alten Satz mehr als jeder Vorsatz.

Was hat Teller leer essen mit Abnehmen zu tun?

Ziemlich viel, weil du dabei über deinen Hunger hinaus isst. Essen ohne Hunger ist der Grund, warum das Abnehmen bei vielen nicht klappt. Wer wieder aufhören kann, wenn er satt ist, braucht dafür keine Diät. Warum das Hören auf die Sättigung allein trotzdem oft nicht reicht, erkläre ich dir in meinem Artikel Kann man durch intuitives Essen abnehmen?

Mein Fazit

Wenn meine Freundin auf langen Fahrten gern einen leeren Magen hat, ist das völlig in Ordnung. Spannend wird es erst, wenn du merkst, dass du Dinge nur tust, weil „man“ sie eben so macht.

Welcher Satz isst bei dir am Tisch mit?

Kostenloser Online-Workshop „Intuitiv essen und WIRKLICH abnehmen!“

Dort erfährst du, warum intuitives Essen die meisten Frauen nicht schlank macht. Und du siehst, was dabei fehlt. Du verstehst, was intuitiv schlanke Menschen anders machen, so dass du beim nächsten vollen Teller nicht mehr gegen einen alten Satz ankämpfen musst. Du kannst zwischen mehreren Terminen wählen.

Hier kannst du dir deinen Platz sichern

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